Deutsche Telekom auf der Suche nach neuem Personalvorstand

Marion Schick verlässt Unternehmen aus gesundheitlichen Gründen.

Düsseldorf  Die Deutsche Telekom und deren Chef Tim Höttges müssen sich einen neuen Personalvorstand suchen. Marion Schick, seit 2010 Personalvorstand, verlässt aus gesundheitlichen Gründen das Unternehmen. Man habe sich bereits „in beiderseitigem Einvernehmen“ getrennt, nachdem Schick sich schon im Dezember 2013 krankgemeldet hatte. Noch am Freitagabend werde nach einem Bericht des Handelsblatts der Aufsichtsrat diese Personalie beschließen. Unmittelbar danach werde man damit beginnen, eine Nachfolge zu suchen.
Die 55 Jahre alte Schick war gerade einmal knappe zwei Jahre im Amt und kam im Mai 2012 zur Deutschen Telekom. Obwohl es heißt, sie habe sich bereits im Dezember 2013 krankgemeldet, dringt bislang über ihren Gesundheitszustand nicht an die Öffentlichkeit. Bereits im vergangenen Jahr hatte es erste Spekulationen über einen möglichen Rücktritt oder eine Entlassung  gegeben. Unumstritten war Schick, die zuvor Kultusministerin von Baden-Württemberg war, bei der Deutschen Telekom ohnedies nie. Gerade Gewerkschaften wird ein angespanntes Verhältnis zu ihr nachgesagt. Die Arbeit mit den Gewerkschaften indes ist es aber auch, die die Arbeit des Personalvorstandes bei der Deutschen Telekom so schwierig macht. So haben die Arbeitnehmervertretungen seit je her eine sehr starke Position inne. Auf der anderen Seite gilt es, bei dem ehemaligen Staatsunternehmen einen dauerhaften Umbau der Personalebene zu managen. Allein bei T-Systems, der IT-Tochter der Telekom, sollen in den kommenden 24 Monaten etwa 4.900 Stellen abgebaut werden.
Schicks Arbeit wurde bereits kommissarisch von Compliance-Vorstand Thomas Kremer übernommen. Dieser wirkte bereits maßgeblich an dem zur Wochenmitte mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi erzielten Tarifabschluss mit. Dabei hatte sich Verdi mit der Telekom schneller als erwartet auf ein Lohnplus von 4,6 Prozent für die rund 70.000 Mitarbeiter geeinigt. Dies gilt rückwirkend zum 1. April und über einen Zeitraum von 22 Monaten. Auch gab der Konzern eine Jobgarantie ab, mit der betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden.

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